Mittwoch, 28. Dezember 2011

Tag 23: Das Licht der Welt

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Die Kerze - Symbol für Christus das Licht der Welt
In früheren Zeiten brannte im Schlafsaal der Benediktiner die ganze Nacht über ein Licht. Benedikt begründet das in seiner Regel mit der ständigen Gegenwart Christi, an die uns das Licht erinnern soll. Da das elektrische Licht, im Gegensatz zur Kerze, die damals dazu verwendet wurde, kein Zeichen für Jesus ist, wird das heute (zumindest bei uns) nicht mehr gemacht. Ganz abgesehen davon, dass wir nicht mehr alle in einem Raum schlafen. 
Was unterscheidet aber das elektrische Licht vom Kerzenlicht? Warum symbolisiert das eine das wahre Licht der Welt und das andere nicht?

Das Kerzenlicht hat eine andere Qualität. Es kann verbreitet werden. Man kann es teilen, ohne dass es weniger wird. So wie die Liebe. Man kann an einem Licht viele Lichter entzünden. So wie auch die Botschaft Jesu „ansteckend“ ist. Die Flamme der Kerze ist ein Teil eines Feuers. Und heißt es nicht von Gott er sei wie verzehrendes Feuer? Die Kerze verzehrt sich. Sie gibt, was sie hat, ganz hin für die anderen. Genau das hat unser Retter getan. Und es ist das, was wir hier im Kloster konkret umsetzen wollen. Völlige Hingabe. Alles was wir haben und sind einbringen - nicht zum eigenen Vorteil, sondern aus Liebe. Liebe zu Gott und darin Liebe zu allen Menschen. Für sie alle wollen wir leuchten und brennen. Wir wollen Licht und Orientierung und Wärme geben. Wir wollen Glauben entfachen und andere anstecken mit Begeisterung für den HERRN der Welt.
Weil er unser Licht ist und unser Dunkel erhellt, können auch wir anfangen zu strahlen und auszustrahlen in die Welt.

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