Freitag, 29. Juni 2012

Tag 164: genug krank

So langsam reichts mir. Es mag ja mal ganz nett sein einen Tag nur zu schlafen, aber jetzt am dritten Tag hab ich eindeutig genug geschlafen. Und vor allem habe ich keine Lust mehr das Stundengebet alleine in meiner Zelle zu beten. Wie viel schöner ist es doch in der Gemeinschaft das Lob Gottes zu singen! Jetzt, wo ich es eine kleine Weile entbehren musste, wurde mir neue bewusst, wie wichtig es mir ist und wie sehr ich es vermisse. 

Egal wie sehr mich in diesen Tagen der Verzicht auf einen Partner schmerzt (irgendwie sehnt man sich vor allem dann, wenn es einem nicht gut geht, nach jemandem, der da ist und einen in den Arm nimmt...), der Verzicht auf die Klostergemeinschaft und das gemeinsame Chorgebet wäre noch schlimmer. Ich hoffe, dass ich diese Nacht gut durchschlafen und morgen früh wieder zur Laudes gehen kann.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Tag 163: Aufregung im Refektor

vor Kurzem noch unsere Kapelle - seit heute unser provisorisches Refektorium
Noch letzte Woche hieß es, es daure noch bis Ostern und heute nach dem Mittagstisch wurde unerwartet verkündet, dass es schon zum Abendessen soweit sei: Das Refektor ist wegen der Bauarbeiten vorerst nicht mehr zu benutzen. So war dann ein ziemliches Gewusel als alle Schwestern damit beschäftigt waren ihr Fach im Tisch auszuräumen und zu reinigen.
Und ich hab mir gedacht: "Hier ist echt immer was los ;-)." Ich fühle mich noch schlapp und fiebrig, sodass ich nicht zum Abendessen gegangen bin. Der Raum, in dem wir jetzt essen ist der, in dem wir letzten Winter gebetet haben, als an anderer Stelle gebaut wurde.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Tag 162: Fastenlesebuch

Fuß tankt Frischluft... (Bild von früherer Reise)
Jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit werden gemäß der Regel Fastenlesebücher ausgeteilt. Jede Schwester erhält ein Buch, das sie bis Ostern komplett durchlesen soll. Wir bekamen diese Bücher heute und anschließend hielt die Äbtissin die Fastenansprache. Sie hat uns aufgerufen uns nochmal neu auf die Armut zu besinnen und unsere Zellen kritisch zu durchforsten, sodass nur noch das darin bleibt, was wir wirklich brauchen.

Ich hatte im Laufe des Tages immer schlimmere Halsschmerzen, dodass ich mich nach dem Mittagessen ins Bett verkrümelt habe. Natürlich musste ich mir gleich den Vorwurf anhören, dass ich nur krank geworden sei, weil ich barfuß draußen war. Ich schätze zwar die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ein, dass ich auch ohne meine Barfuß-Aktion krank geworden wäre, einfach weil man sich mit so vielen Kranken rundherum irgendwann anstecken muss, aber ich bin natürlich auch bereit alle verbalen Seitenhiebe einzustecken, solange mir nur niemand das Barfußlaufen verbietet!

Wenn man als Nonne prinzipiell nie barfuß laufen dürfte - ich bin mir nicht sicher, ob ich dann Nonne sein könnte. Es ist vielleicht bescheuert, sich an so einer "Kleinigkeit" aufzuhängen, aber ich habe das Gefühl ohne dieses kleine Stück Freiheit würde ich eingehen wie eine Blume ohne Licht.

Dienstag, 26. Juni 2012

Tag 159: Die Zeit vergeht...

...und die Tage fliegen dahin. Stück für Stück komme ich meinem Ziel näher. Hoffentlich nicht nur zeitlich, sondern auch innerlich. Gerade jetzt in der Fastenzeit sollte ich mich bemühen mehr und intensiver zu beten. Passend dazu habe ich heute zum Abschluss des Tages die Bibelstelle 1 Petr. 4,7 gezogen. ("Das Ende aller Dinge ist nahe. Seid also besonnen und nüchtern und betet!")
A propos gezogen: Bei der Krönung habe ich für diesen Monat die Tugend der Herzenseinfalt gezogen. Und wie anders, als durch Gebet wäre die wohl zu erlangen?
Für den Augenblick bin ich überrascht, wie gut es mit der Lectio in meiner Zelle klappt. Jetzt muss ich es nur noch schaffen sie - also die Zelle - (zumindest während der Fastenzeit) in Ordnung zu halten.

Montag, 25. Juni 2012

Tag 158: Aschermittwoch

endlich kann ich wieder barfuß durch unseren Garten spazieren

Die Reha unserer vierten Noviziatsbewohnering ist rum und wir sind endlich wieder vollzählig. Je größer die Gruppe, desto leichter das Leben.
Schade, dass sie am Montag bei unserem Fasching nicht dabei sein konnte. Schön, dass jetzt vier weiße Schleier im Haus rumsausen.
Heute hat für mich offiziell der Frühling begonnen. Bei herrlichem Sonnenschein war es so warm, dass ich die "draußen-barfuß-Saison" eröffnen konnte. War das wunderbar! Endlich wieder Freiheit an den Füßen.
Außerdem hat natürlich auch die Fastenzeit begonnen und ich freue mich jetzt schon auf Ostern.
Am Chor ist es neben mir leer geworden, da eine Mitschwester gestern nach Rom geflogen ist und eine andere heute krank geworden ist.
A propos Rom: im Sommer werde ich für etwa fünf Wochen nach Rom fahren dürfen zum monastischen Studienkurs im Generalat. Das wird toll! Mit lauter jungen Ordensleuten aus der ganzen Welt.

Freitag, 22. Juni 2012

Tag 156: Rosenmontag

geschmückt für Fasching
Wir haben gefeiert. Nicht bis zum Umfallen, aber doch in netter geselliger Runde. Und die Verkleidungen waren teilweise echt der Brüller. (Eine Schwester sah als Mafiosi z.B. wirklich zum fürchten aus.) Schön war's - wirklich schön. Wir haben gesungen, getanzt und gelacht. Gegessen und getrunken und geschwatzt.
So haben wir uns mit einer schönen Feier gerüstet für die vierzigtägige Zeit der Buße und des Fastens.

Heute früh habe ich mit meinem geistlichen Begleiter von zu Hause telefoniert. Das war sehr nett mal wieder mit ihm zu reden.
So anstrengend manche Gespräche sein können, so wohltuend sind andere.

Ich freue mich auf die Zukunft!
(Und ja: Die Witze, die wir uns bei unserem Noviziatsauftritt getraut haben zu machen, sind gut angekommen.)

Donnerstag, 21. Juni 2012

Tag 155: neue Bekanntschaft

Jeder Besuch ist eine Bereicherung
Momentan ist eine junge Frau mit ernsthaftem Klosterinteresse zu Besuch. Sie hat schon mit uns Sport gemacht und darf jetzt mit im Refektor essen. (Nicht falsch verstehen, der Sport ist nicht die Voraussetzung für das Essen mit den Schwestern....)
Wir verstehen uns super und ich glaube sie würde sehr gut hier hin passen. So schnell lernt man dann auch als Novizin neue Leute kennen....
Würden noch ein paar von der Sorte kommen und eintreten, würde sich im Haus einiges bewegen. Das Leben hier würde eine ganz neue Dynamik bekommen.
Ich für meinen Teil blicke freudig - hoffnungs- und erwartungsvoll in die Zukunft. Würde mich nicht wundern, wenn wir dieses Jahr wieder, so wie letztes Jahr, drei Einführungen von neuen Kandidatinnen hätten.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Tag 154: gemeinschats(un)fähig!?

klare geometrische Formen sind eher meine Welt als komplizierte Mitmenschen
Ich glaube ich bin ein durch und durch logisch und sachlich strukturierter Mensch. Mit Physik-Formeln oder Latein-Vokabeln komme ich besser zurecht, als mit anderen Leuten. Die sind oft so kompliziert oder - noch schlimmer - empfindlich. Wenn dann irgendeine Situation noch fünf mal von vorne bis hinten durchgesprochen werden muss, damit die Sache geklärt ist, bin ich danach jedesmal zutiefst frustriert und deprimiert.

Und ich glaube den Tag, an dem ich keine einziges Mal zu hören bekommen werde, wie es früher war, (ausgenommen Sammlungstage, an denen wir sowieso nichts reden) den werde ich mir fett rot im Kalender anstreichen.

Dienstag, 19. Juni 2012

Tag 153: So etwas gab es noch nie

manchmal müssen wir es wagen neue Wege zu gehen
"Sowas gab es noch nie!" - das perfekt passende Gegenstück zu "das war schon immer so". (Um den Dreiklang perfekt zu machen gibt es dann noch: "Wo kämen wir denn da hin?")
Man könnte wirklich verzweifeln, wenn alle Schwestern in diesem Denken gefangen wären. Gott sei Dank gibt es einige Ausnahmen.
Ich bin gespannt, wie die Reaktionen sein werden, wenn wir das an Fasching humorvoll auf die Schippe nehmen.

Ich kann nur sagen, mir geht es im Moment einfach so gut, dass mich nichts aus der Fassung bringt. Mal sehen, ob sich meine Stimmung trüben wird, wenn nächste Woche die Fastenzeit beginnt...
Es ist Wahnsinn, wenn ich überlege, dass ich jetzt schon volle 5 Monate Novizin bin. Die Zeit ist wirklich schnell vergangen und ich habe noch gar nicht das Gefühl viel gelernt zu haben oder viel "innerlicher" geworden zu sein.

Montag, 18. Juni 2012

Tag 151: Das muss so sein...

den Blick immer nur rückwärts gewandt kann man keinen Schritt vorwärts tun
Das muss so sein - das war schließlich immer schon so.
Eine Begründung, die ich nie verstehen werde. Man kann durchaus sagen: Bisher haben wir es immer so gemacht. Aber dann bitte im zweiten Satz: Aus den und den Gründen.
Wenn man überhaupt keinen einzigen anderen Grund nennen kann, außer dem, dass es immer so war, dann muss man doch darüber nachdenken dürfen, ob es anders nicht vielleicht besser wäre. Und wenn man dann noch zu hören bekommt, dass man sich ja nie getraut hätte als Novizin einen Änderungsvorschlag zu machen - also bitte!
Mir ist klar, dass ich nicht erwarten kann, dass jeder Vorschlag angenommen wird, aber wenn ich gar keine Vorschläge machen dürfte, dann wäre ich eindeutig am falschen Platz.

Samstag, 16. Juni 2012

Lectio: Gemeinschaft

Am morgigen elften Sonntag im Jahreskreis trifft als Kommunionvers die wunderschöne Stelle aus Psalm 27, in der es heißt: 
Nur eines erbitte ich mir vom Herrn, danach verlangt mich:
im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens.
Benedikt spricht in seiner Regel mehrmals davon, dass das Kloster Haus des Herrn und das Gemeinschaftsleben darin eine Schule für den Dienst des Herrn ist. Und zu diesem Thema haben wir im Moment beim Abendessen als sehr gute Tischlesung das Buch "Gemeinschaft" von Jean Vanier.

Hier ein Auszug aus dem Beginn des ersten Kapitels:
"Unsere Städte werden immer unmenschlicher, immer entmenschlichender. Viele hungern heute nach Gemeinschaft, vor allem dann, wenn sie sich einsam, müde, schwach und traurig fühlen. Für manche ist das Alleinsein unerträglich. Gemeinschaft erscheint ihnen als etwas Wunderbares, als Ort der Geborgenheit und des Sichmitteilenkönnens.
Anders betrachtet aber hat Gemeinschaft auch etwas Furchterregendes. Es ist der Ort, wo unsere Begrenztheit, unser Selbstsucht zu Tage tritt. Lebe ich andauernd mit anderen zusammen, dann entdecke ich meine Armut und meine Schwächen, meine Unfähigkeit, mit gewissen Leuten auszukommen, all meine Hemmungen, die gestörte Welt meiner Gefühle und meiner Sexualität, meiner schier unersättlichen verborgenen Wünsche, meine Frustration, meine Eifersucht, meinen Hass und meine Zerstörungswut. Solange ich allein bin, kann ich meinen, ich liebe alle Menschen mit derselben Liebe. Sobald ich aber mit andern zusammen bin, sehe ich, wie unfähig ich bin zu lieben, wie sehr ich andern missgönne zu leben. 
Das gemeinsame Leben wird zur schmerzlichen Offenbarung meiner Grenzen und Schwächen, den Ungereimtheiten meines Wesens. Verborgene Ungeheuer tauchen auf - oft genug zu meiner größten Überraschung! [...]
Nehme ich die Ungeheuer jedoch an als einen Teil von mir selbst, dann kann ich sie herauslassen und lernen, sie zu zähmen. Weiß ich mich angenommen samt meinen Fähigkeiten und Grenzen, dann wird Gemeinschaft langsam aber sicher zum Ort der Befreiung. Der Ort des Schreckens wird zum Ort des Wachstums. Es gibt nichts Schöneres als eine Gemeinschaft, wo man beginnt, sich wirklich zu lieben und zu vertrauen."

Freitag, 15. Juni 2012

Tag 150: Neuer Monat

Neue Freude!
Den Text über die Ehelosigkeit habe ich gestern Abend endlich abgeschlossen, sodass ich mich jetzt wieder anderen Dingen zuwenden kann. Heute war das hauptsächlich das Singen und am Schluss noch etwas (tut das gut!) Latein.  Und zur Krönung des Tages gab es heute Abend leckerste Pizza! Köstlich.
Das Leben ist schon fast unverschämt schön.
Jetzt müsste ich es nur noch schaffen meine Lectio und Betrachtung konsequent zu halten.


Hier findet ihr meinen  Text zur Ehelosigkeit

Donnerstag, 14. Juni 2012

Tag 149: Familien-Weh

ein Bild, das Heimweh weckt
Es gibt Momente, da tut es einfach wahnsinnig weh nicht zu Hause bei meinen Eltern und Geschwistern sein zu können - ja, sie nichtmal anrufen zukönnen, wenn mir danach ist. Ich kann sie nicht in den Arm nehmen und nicht einmal ihre Stimmen hören.Und je mehr ich dann darüber nachdenke, desto mehr kann ich mein "Elend" beweinen.
Aber auch wenn es verrückt ist, egal wie sehr es schmerzt, ich bin froh und dankbar hier sein zu dürfen. Es ist nicht alles perfekt, aber ich gehöre einfach hierher. Und egal wie einsam ich mich manchmal fühle, ich weiß, dass Gott bei mir ist.
Und egal wie groß meine Sehnsucht nach irgendjemandem ist, sie ist doch nur ein ganz schwacher Widerhall der unsagbar viel tieferen Sehnsucht Gottes nach jedem einzelnen von uns.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Tag 148: Familie!?

das, was eine Klosterfamilie im Innersten zusammenhält ist das gemeinsame Gebet
Ist die Klostergemeinschaft eine Familie? Darüber gibt es durchaus geteilte Meinungen, aber irgendwie denke ich schon, dass wir so etwas wie eine Familie sind. Wir haben uns nicht ausgesucht und haben doch eine lebenslange Beziehung zueinander. Wir sind eindeutig mehr, als nur eine WG oder Zweckgemeinschaft, auch wenn wir natürlich keine Familie im klassischen Sinn sind.
Die Gemeinschaft hier kann kein Ersatz sein für meine Familie zu Hause. Meine Eltern und Geschwister werden immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.
Aber auch meine Mitschwestern wachsen mir ans Herz und es ist schön mit ihnen das Leben zu teilen. 
Ich für meinen Teil fühle mich wohl in meiner Klosterfamilie!

Dienstag, 12. Juni 2012

Tag 147: Vorbereitungen

geschmückte Tür der baldigen Novizin
Morgen hat eine von uns einen ganz großen Tag: Einkleidung.
So waren wir heute mit allerlei Vorbereitungen beschäftigt. Da mussten Hocker beigeschleppt werden, damit alle Gäste im Kapitelsaal Platz finden, dann Efeu "geerntet" und gebunden werden, um ihre Tür zu schücken, dann noch die Papier-Blüten darum schlingen und das "Wecklied" nochmal proben.
Wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich diesmal gar kein gutes Gefühl. Es würde mich nicht wundern, wenn sie vor der Profess wieder geht.
Aber ich kann mich natürlich täuschen und lasse mich gerne eines Besseren belehren.

Montag, 11. Juni 2012

Tag 145: Wohl-Tat

einer von vier Tabernakeln im Haus
Ich stelle fest, dass sich manche Beziehungen zu Mitschwestern auf wohltuende Art vertiefen. Besonders gut tut es Pläne, Projekte und Visionen zu teilen und nicht immer nur zu hören: "Damals zu unserer Zeit... früher...."
Ein gemeinsames Projekt, das wir gestartet haben ist die eucharistische Anbetung am Donnerstagabend. Jedesmal, wenn ich vor dem Tabernakel knie, ist es mir ein Rätsel, wie ich es so lange "ohne" ausgehalten habe. Es ist, als würden alle "Batterien" wieder aufgeladen, jeder Moment ist so konzentriert und dicht, als vereinigten sich alle Orte und Ewigkeiten darin.
So in Gottes Gegenwart erscheint die Wirklichkeit noch wirklicher. Die Begegnung mit IHM lässt alles Glück der Welt in mein Herz strömen und ich spüre, wie Gott seine unermessliche Liebe über alle Menschen ausgießt.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Fronleichnam

für Fronleichnam geschmückte Häuserfassade
Rund drei Stunden hat es gedauert. Die Festmesse in der Basilika mit der anschließenden Fronleichnamsprozession durch die Stadt. Jetzt bin ich k.o. und habe Hunger. 
Das heutige Fest ist immer mit einigem Aufwand verbunden und man weiß nie ganz sicher, ob das Wetter auch mitspielt. Dieses Jahr hatten wir in der Hinsicht einen idealen Tag. Nichts zu heiß, aber trocken mit gelegentlichem Sonnenschein.
Nach dem Mittagessen, das jetzt ansteht, werde ich mit einigen Mitschwestern übers Wochenende zu einem Choralkurs fahren. Ich freue mich schon sehr darauf und wünsche allen meinen Lesern einen gesegneten Festtag und ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 6. Juni 2012

Tag 143: Kathedra Petri

eine Darstellung der Verkündigung Mariä
Heute, vor genau einem Jahr, wollte ich ursprünglich eintreten. Ich hatte mir alles schön zurecht gelegt und geplant (Wohnungskündigung etc.), aber dann bin ich einfach nicht fertig geworden mit meiner Diplomarbeit in der vorgesehenen Zeit und ein Eintritt noch im Februar wurde unmöglich.
Im Nachhinein bin ich ganz froh, dass es Maria Verkündigung wurde (auch wenn natürlich der 22.2. das schönere Datum ist...), denn so begann an dem Tag, an dem wir des Beginns der Geschichte Gottes auf Erden gedenken, meine Geschichte mit Gott im Kloster...

Dienstag, 5. Juni 2012

Tag 142: Bücher

Teil meines momentanen Arbeitsplatzes
Nachdem ich gestern eine "Intensiv-Schlafkur" gemacht habe, geht es mir heute wieder besser. Ich habe bis zum Mittagessen - praktisch nur von den Gebetszeiten unterbrochen - geschlafen. Und so kam ich in 24 Stunden auf über 12 Stunden Schlaf. Das war eine Erholung!
Heute konnte ich mich dann wieder an meine Arbeit, das Büchersortieren, machen. Ich bin so drin, dass ich fast die ganze Zeit darüber nachdenke, wie ich sie am Besten sortieren soll. Es ist eine wirklich schöne Arbeit und vor allem, wenn man dann vor einem fertig sortierten Regal steht, ist das einfach ein tolles Gefühl. Aber eben auch dann, wenn ich gerade nicht am Räumen bin, muss ich ständig daran denken und immer wieder kommen mir neue Ideen.
Das Ganze beschäftigt mich sosehr, dass ich eines Abends, als ich nicht schlafen konnte, im Geiste vor einem Bücherregal stand und Bücher gezählt habe, in der Hoffnung davon einzuschlafen...

Montag, 4. Juni 2012

Tag 140: Schnupfen

vor einem Jahr konnte man hier der Messe noch im Warmen beiwohnen, jetzt ist dort Baustelle
Der Sport heute war toll. Wir waren zu fünft. So viele wie noch nie. Zuerst machen wir immer eine halbe Stunde das maxxF-Komplettprogramm und dann spielen wir noch so lange wir Zeit haben Ball. In der Regel Basketball oder Volleyball. Die körperliche Verausgabung tut einfach gut.
Aber es hat heute meinem Immunsystem wohl den Rest gegeben. Ich fühle mich schon länger angeschlagen, aber heute nachmittag war es als hätte jemand einen Schalter umgelegt und plötzlich musste ich an einem Stück niesen und dann in der Vesper alle zwei Minuten die Nase putzen, weil sie einfach nicht aufhören wollte zu laufen. So hab ich mich dann von der Singstunde entschuldigt und werde morgen früh bei der Messe im Warmen bleiben.
Eine Freundin von mir schwört bei Schnupfen darauf aus einem Stück Taschentuch zwei Pfropfen zu machen und damit die Nase zu verschließen.
Naja, versuchen kann man es ja mal....