Freitag, 31. August 2012

Tag 216: Rechenschaft

Ich habe etwas begonnen, was man wohl tägliche Gewissenserforschung nennt. Dabei geht es mir nicht darum eine Liste der am Tag begangenen Sünden zu erstellen. Ich lege schriftlich Rechenschaft darüber ab, wie der Tag war. Dabei freue ich mich über das, was gut gelaufen ist und mache mir bewusst, was ich falsch gemacht habe oder besser hätte machen können.
Außerdem schreibe ich Dinge auf, die ich am nächsten Tag erledigen will oder muss. Damit habe ich konkrete Aufgaben, deren Erfüllung ich am folgenden Abend überprüfen kann.
Mal sehen, wie lange ich hierbei die Selbstdisziplin halten kann. Aber für den Augenblick scheint es mir für mich sehr nützlich und hilfreich zu sein.
Es hilft mir nicht alles immer rauszuschieben bis es gar nicht mehr anders geht.

Donnerstag, 30. August 2012

Tag 214: Selbsterkenntnis



Wie lernt man sich selbst wirklich gut kennen? So, dass man auch die dunklen Seiten offen und ehrlich betrachten kann, für die man doch normalerweise blind ist? Wie erkenne ich meine eigene Sündhaftigkeit, um dann gestützt auf die Gnade Gottes Fortschritte auf dem Weg zur Heiligkeit zu machen?
Ein erster Schritt soll jetzt die Selbstbeobachtung sein. Ein aufmerksames Achtgeben auf das was und warum ich sage, tue und denke. Was stört mich warum an anderen und was lerne ich daraus über mich?
Als Tugend für diesen Monat habe ich die Schweigsamkeit gezogen. Nur sagen, was unbedingt notwendig ist und/oder der Liebe dient.
Das ist wirklich ein große Herausforderung für mich!

Dienstag, 28. August 2012

Tag 213: Schokoladen-Überdruss



Noch vor zwei Wochen hätte ich so etwas für völlig unmöglich gehalten.
Es war das Ende der Fastenzeit und mein Verlangen danach, endlich wieder Schokolade zu essen, groß. Aber jetzt ist es so weit: Ich habe soviel Süßes gegessen, dass ich es für den Augenblick nicht mehr sehen kann. Man sollte es wirklich nicht für möglich halten, dass man in einem Kloster soviel Schokolade innerhalb so kurzer Zeit bekommt...

Tag 212: Patrona Bavariae


Statue zu Ehren der Patrona in München
Da gestern der letzte Tag der Osteroktav war wurde dieses, den Bayern so wichtige Hochfest auf heute verlegt. Damit hatten wir jetzt drei Tage hintereinander gesprochenen Tisch und man hat das Gefühl aus dem Feiern gar nicht mehr raus zu kommen. Langsam wird es wirklich Zeit, dass der Alltag wieder einkehrt.
Jetzt im Mai gibt es praktisch keine Rekreationen, da die Komplet früher ist und sich die tägliche Maiandacht anschließt. Das macht den Mai in der Regel zu einem relativ anstrengenden Monat.
Mir persönlich ist da der Oktober mit dem Rosenkranz nach der Komplet lieber.
Aber schön ist der Mai schon auch.

Montag, 27. August 2012

Tag 211: Äbtissinnentausch

Der Äbtissinnenstab markiert ihren Platz am Chor
Unsere Äbtissin ist für ein paar Wochen verreist, um eine wichtige Angelegenheit zu klären. Gleichzeitig haben wir gerade Besuch einer Äbtissin eines anderen Klosters. Sie bleibt für ein paar Tage und sitzt im Refektor auf dem Platz unserer Äbtissin. Das ist wirklich merkwürdig, wenn dort plötzlich jemand ganz anderes ist.
Das macht neu bewusst, wie sehr die Person einer Äbtissin ein Kloster - eine Gemeinschaft - prägt.
Sicher trägt jede einzelne Schwester zum Charakter eines Hauses bei, aber keine so stark wie die Äbtissin. Angesichts dessen muss ich sagen, bin ich froh, dass dieses Amt in der Regel nicht so häufig wechselt.

Freitag, 24. August 2012

Tag 210: Morgen ist wieder ein Tag!

...so waren die letzten Worte des heutigen Tages einer Mitschwester an mich. Damit hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Und es sind Mitschwestern wie sie, die es überhaupt erst möglich machen auszuhalten - da zu bleiben und weiter zu machen. 
Irgendwie habe ich es heute geschafft zu verschiedenen Leuten im falschen Moment das falsche zu sagen. Von morgens bis abends war meine Stimmung mies und ich habe es nicht geschafft das in den entscheidenden Momenten zu verbergen, so dass wohl bei manchen heute der Eindruck von mir als patziger und frecher Novizin entstand.
Zwischendurch habe ich wirklich überlegt meine Sachen zu packen und zu gehen.

Donnerstag, 23. August 2012

Tag 208: Psalter

Es ist üblich für eine verstorbene Mitschwester den Psalter, oder drei Rosenkränze oder drei Kreuzwege zu beten.
Ich habe mich diesmal für den Psalter entschieden und zwar in der Übersetzung von Martin Buber. Dadurch ist der Text ungewohnt fremd und es fallen mir beim Beten ganz neue Dinge, Beziehungen und Bewegungen auf. Es ist wirklich schön, den so bekannten Text (immerhin beten wir durch das Stundengebet alle zwei Wochen den kompletten Psalter) so anders zu lesen und zu beten.

Mittwoch, 22. August 2012

Tag 207: schon wieder schön

Es klingt vielleicht furchtbar langweilig, aber auch heute war wieder ein wunderschöner Tag. Wir haben außerplanmäßig Sport gemacht, um aufzuholen, was wir über Ostern verpasst haben. 
Zu Mittag gab es schrecklich leckeren Fisch, so dass ich mich habe hinreißen lassen zu viel zu essen. Aber dafür habe ich die Erlaubnis bekommen in Zukunft am Vormittag zu fasten und beim Frühstück nur eine Tasse heiße Milch mit Honig zu trinken. 
Nach dem Mittagessen haben wir uns wieder zur Singprobe getroffen, und es ist schön zu sehen, dass wir langsam lernen aufeinander zu hören.

Montag, 20. August 2012

Tag 205: Ostermontag

Letztes Jahr dachte ich: schlimmer kann's nicht werden.
Heute denke ich: besser kann es kaum werden!
Ostern dieses Jahr war einfach wunderschön!!
Ich war wieder viel im Garten, am Vormittag zum "Emmausgang" (zwei Schwestern spazieren Rosenkranz betend durch den Garten), habe kurz zu Hause angerufen, wo groß gefeiert wird und habe es genossen bei gesprochenem Tisch an einem anderen Tisch zu sitzen als sonst.
In der Messe war die Rede davon, dass uns Vorurteile davon abhalten können die Wahrheit zu erkennen. Wie wahr!
Und zum Frühstück gab es mein Lieblingsmüsli, Mittags zum Nachtisch Erdbeerkuchen und am Abend Schokolade für alle!

Sonntag, 19. August 2012

Tag 204: Alleluja!

der heutige Tag begann mitten in der Nacht
Was für ein Tag! Kurz nach drei in der Früh aufgestanden. Um vier begann dann die Osternacht. Sie wurde zuerst in der fast völlig dunklen Kirche gesungen verkündet. Dann zogen wir in Prozession (ich durfte mit dem Kreuz vorangehen) in den hinteren Teil der Kirche, wo das Osterfeuer entzündet wurde. Die Mette dauerte etwa zweieinhalb Stunden und dann gab es festliches Frühstück. Das einzige Mal im Jahr, dass dabei gesprochen wird.
Dann war ein bisschen Luft und um 9.10 Uhr ging es mit der Terz weiter, auf die das Hochamt folgte. Den Nachmittag war ich fast komplett im Garten - nur unterbrochen vom Nachmittagskaffee.
Und wir haben Osternester gesucht! Es war einfach herrlich!

Er ist wahrhaft auferstanden! Halleluja!

Samstag, 18. August 2012

Tag 203: Karsamstag

einige der Eier, die jetzt den Osterbrunnen in unserem Kirchhof zieren
Die Spannung steigt. Die Vorfreude steigt.
Bald schon, in wenigen Stunden feiern wir die Osternacht.
Der Osterbrunnen ist fertig, die Kirche aufs festlichste geschmückt und alle in froher Erwartung.
Heute waren die letzten Lamentationen für dieses Jahr und ich habe sie nochmal so richtig genossen. Zur Vesper sind wir an unseren "Sommer-Bet-Platz" umgezogen und es ist schön wieder so viel Luft zu haben, auch wenn wir leider wegen der Renovierung nur bis Montag bleiben können.
Es ist erstaunlich, wie sehr ich mich in dem Jahr, das ich jetzt hier bin, an den Gedanken gewöhnt habe für den Rest meines Lebens hier zu bleiben.

Freitag, 17. August 2012

Tag 202: Karfreitag

In der Mitte der Nacht bin ich mit einer Mitschwester aufgestanden, um Gott zu loben und anzubeten. Worte können einfach nicht beschreiben, was dabei in einem vorgeht.
Eine Freundin ist heute angekommen, um die Ostertage hier mitzufeiern und so habe ich das Schweigen gebrochen, obwohl Einkehrtag war. Aber wie schön war es sie nach so langer Zeit wiederzusehen und umarmen zu können!
Am Mittag war ich im Garten. Es war wieder unglaublich schönes Wetter und fast zu heiß. Ich habe beobachtet, wie Kaulquappen die Häuser von Wasserschnecken säubern, und dann wie Enten Kaulquappen fressen.
Die Karfreitagsliturgie war ergreifend und nachdem ich die Kartage des letzten Jahres in keiner guten Erinnerung habe, kann ich dieses Mal sagen, dass ich mich schon auf das nächste Mal freue.

Donnerstag, 16. August 2012

Tag 201: Gründonnerstag

Beginn der wunderschönen Kartags-Antiphon (Vertonung von Phil 2,8-9)
Jetzt haben sie begonnen die Kartage! Der Tagesablauf, die Liturgie, die Mahlzeiten - alles anders als sonst.
In der Früh die Nokturnen mit den wunderschönen lateinischen Lamentationen und den herrlich langen Lesungen. Den ganzen Tag über am Ende jeder Hore das "Christus factus est". Am Nachmittag haben wir im Garten bei herrlichem Sonnenschein einen Buchskranz gebunden für den Weihwasserbottich der Osternacht. Danach war die Fußwaschung.
Begleitet von wunderschönen Gesängen wäscht und küsst die Äbtissin zwölf Schwestern die Füße. Das macht wirklich nochmal anders bewusst, dass Gott uns dient(e) und auch wir einander dienen sollen.

Mittwoch, 15. August 2012

Tag 200: vom Fasten

so etwas hätte sich Benedikt wohl nicht im Traum vorstellen können....
Heute habe ich einen sehr interessanten Artikel über das Fasten gelesen. Benedikt schreibt in seiner Regel ganz klar wie oft und wann gegessen werden soll. Diese Regelungen werden schon lange in allen benediktinischen Klöstern ignoriert. Heute gibt es praktisch kein Kloster mehr, in dem nicht drei Mal am Tag gegessen wird.
Der Artikel geht allen Gründen nach, die dafür vorgebracht werden und zeigt auf, dass es möglich und sinnvoll wäre, ein strengeres Fasten zu halten. Ich denke es ist wirklich wert, mal darüber nachzudenken.

Ansonsten stand ich heute unter anderem vor dem Tabernakel auf dem Hochaltar, um das Kreuz darüber zu verhängen. Ein bisschen komisch war das schon...

Dienstag, 14. August 2012

Tag 199: geschenkte Tage

Wirklich jeder Tag ist ein Geschenk. 
Und ich darf es nutzen und füllen. 
So viele Stunden jeden Tag, über die ich frei verfügen kann. In denen ich Sinnvolles tun kann, das mir das gute Gefühl gibt etwas getan zu haben, statt meine Zeit verplempert zu haben. Da sind die Bücher zu räumen, da die Bücher zu lesen, die Konstitutionen zu formatieren, die Sprachen zu lernen, die Natur zu genießen, die Gegenwart Gottes zu erspüren, die Weste zu stricken, die Beziehungen zu pflegen, die kleinen Hilfsdienste zu erledigen....
Wie schön ist doch nicht einkaufen, nicht waschen, nicht kochen, nicht fernsehen, nicht telefonieren, nicht im Internet surfen, nicht Vollzeit arbeiten zu müssen!
Das Leben als Novizin ist wirklich der pure Luxus!

Montag, 13. August 2012

Tag 198: Gewöhnung

Gestern, am Palmsonntag zogen wir in Prozession durch unseren schön restaurierten Kreuzgang mit wunderbaren Gesängen und herrlicher Akustik. Dann die bewegende Lesung der Passion mit verteilten Rollen in der Messe....
Es war wieder einfach schön.

So langsam wird die tägliche morgendliche Betrachtung zur Gewohnheit und ich möchte sie nicht mehr missen. Am Abend freue ich mich schon bei dem Gedanken am nächsten Tag wieder bei IHM verweilen zu dürfen. Es ist nicht immer gleich einfach auszuhalten und gesammelt zu bleiben. Heute kamen mir wieder jede Menge ungebetener Gedanken und Bilder, aber trotzdem gibt es mir etwas und ich habe das Gefühl, dass es mein Leben - meinen Alltag - reicher macht.
Jetzt, wo es Abends länger hell ist, geh ich öfter nach der Komplet noch in den Garten. Das sind auch ganz kostbare Momente.

Samstag, 11. August 2012

Tag 196: morgen geht's los

Mit dem morgigen Palmsonntag beginnen die bewegendsten, intensivsten und anstrengendsten Tage des Jahres im Kloster. Ich hoffe, dass ich sie etwas mehr genießen kann als das letzte Mal. Vor einem Jahr war ich gerade erst angekommen. Alles war neu und so wahnsinnig viel und ich konnte gar nicht alles aufnehmen und war total erschlagen und k.o. Mal sehen, wie es beim zweiten Mal so wird.
Heute habe ich wieder ein wenig italienisch gelernt, wir haben gesportelt und gesungen. Also rundum wieder ein guter und schöner Tag.

Freitag, 10. August 2012

Tag 195: Wenn es anderen schlecht geht

Ich glaube generell bin ich eher unsensibel, aber wenn es jemandem sehr schlecht geht, dann merke sogar ich das. Aber ich weiß einfach überhaupt nicht was ich dann tun soll. Habe ich irgendetwas falsch gemacht, so dass ich Leid verursacht habe und sollte ich mich entschuldigen? Sollte ich so tun, als merkte ich nichts und dächte alles wäre in Ordnung und so abwarten, bis es wieder vorübergeht? Sollte ich Fragen stellen und Ratschläge erteilen? Trösten ohne zu wissen, was das Problem ist? Ich weiß es einfach nicht. Woher soll ich wissen, ob jemand seine Ruhe haben will, oder nur so tut und eigentlich jemanden zum reden bräuchte? Und wie zeigt man jemandem, dass man bereit ist zuzuhören und einfach da zu sein?

Dienstag, 7. August 2012

Tag 194: Beerdigung

Sie begann am Aufbahrungsort. Von dort aus zogen wir in stiller Prozession zum Friedhof. Während der Sarg ins Grab hinab gelassen wurde sangen wir das "Suscipe me Domine" (Nimm mich auf, oh Herr), das jede Schwester bei ihrer ewigen Profess singt. Das ganze war eine schlichte und schlöne Feier. Im Anschluss war das Requiem.
Danach ging der Tag seinen ganz gewöhnlichen Gang. Sie hat ihr Ziel erreicht und wir müssen hier weitermachen in der Hoffnung eines Tages auch in Gottes Herrlichkeit einzugehen. Ich weiß, dass noch viele Beerdigungen in dieser Gemeinschaft vor mir liegen, aber das beunruhigt mich nicht. Gott ist mit uns. Und egal, wie sehr der Konvent noch schrumpft: Wir sind nicht hier um das Kloster am Leben zu halten, sondern um Gott zu dienen!

Montag, 6. August 2012

Tag 193: Beschäftigungen...

Blick in eine unserer Zellen
Heute konnte ich endlich mal wieder einen richtigen Mittagsschlaf machen. Die letzten Tage bin ich wieder zu spät ins Bett gegangen, und so war ich ständig totmüde. Ich müsste es wirklich langsam mal lernen den Computer konsequent vor der Vesper auszuschalten und nach der Komplet nicht wieder einzuschalten.
Aber immerhin ist unser Projekt mit den Konstitutionen (ich helfe dabei die Konstitutionen aller Klöster und Kongregationen unseres Ordens zu digitalisieren und einheitlich zu formatieren) schon ziemlich weit fortgeschritten und es fehlen nicht mehr viele.
Für die Bibliothek soll ich mir jetzt überlegen, wie wir die Beschriftung machen, und habe keine Ahnung, wie wir das am Besten machen sollen.
Im Unterricht ging es heute um die Beichte. Ein wichtiges und nicht gerade triviales Thema...

Freitag, 3. August 2012

Tag 192: Aussegnung

zwar keine Osterglocke, aber trotzdem schön...
Am Nachmittag versammelten sich alle Mitschwestern bei der Zelle unserer verstorbenen Mitschwester. Jede, die wollte, hat sich noch von ihr verabschiedet - sie war wunderschön hergerichtet im Sarg, mit Osterglocken rundherum - und sie mit Weihwasser gesegnet. 
Dann kam der Priester und hat die letzten Gebete gesprochen, bevor der Sarg geschlossen wurde. In schweigender Prozession wurde dieser zur Aufbahrungsstätte gebracht, wo er bis zur  Beerdigung bleibt. Gemeinsam haben wir noch ein Lied gesungen und sind dann eine nach der anderen wieder gegangen. 
Unwillkürlich kommt mir immer wieder die Frage, wer wohl die Nächste sein wird.

Donnerstag, 2. August 2012

Tag 191: vor dem Grabstein

Am Mittag wurde uns noch im Unterricht gesagt, dass man sich sozusagen direkt vor den Grabstein stellt, wenn man ins Kloster geht. Während es in der Welt immer darum geht, dass es weitergeht - die Familie, die Firma, usw. - ist man sich hier darüber bewusst, dass alles vergeht. Unser Leben ist vergänglich und es verfliegt in Windeseile. 
Am Abend wurde uns diese Tatsache durch den Tod einer Mitschwester drastisch vor Augen geführt. Ein Mensch, der die ganze Zeit da war, den man immer wieder getroffen und gesprochen hat, ist plötzlich nicht mehr da. 
Der Gedanke an den eigenen Tod kommt dann ganz automatisch, und ist etwas befremdlich. Aber alle Toten, die ich bis jetzt gesehen habe, sahen so friedlich aus, dass ich glaube, dass das Schwierigste am Sterben das Loslassen ist.

Mittwoch, 1. August 2012

Tag 190: mit blutendem Herzen lieben

manchmal scheint alles nur sinnlos und schmerzhaft
Es kommen Momente, in denen ich ans Austreten denke. Dann frage ich mich: Was mache ich eigentlich hier? Bin ich völlig verrückt? Warum tue ich mir das an? Ganz ehrlich: Wie kann man so bescheuert sein mit Mitte zwanzig ins Kloster zu gehen und vorzuhaben den Rest des Leben, also womöglich 60-70 Jahre, dort zu bleiben? Freiwillig auf Familie, Zärtlichkeiten, Freiheiten, Geld usw. zu verzichten?
Das kann einem echt nur einfallen, wenn Gott einem begegnet ist. Und dann macht es irgendwie Sinn. Und dann macht genau dieses Leben glücklich. Auch wenn der Verzicht manchmal so verdammt weh tut. Er zerreißt mir fast das Herz und mein Innerstes krampft sich zusammen.
Aber genau diesen Schmerz nutzt Gott, um mir wiederum zu zeigen, wie sehr ER mich liebt.

Sonderpreis

Soeben habe ich entdeckt, dass mein Blog einen Preis gewonnen hat. Ich danke für diese Ehre und freue mich hier die Urkunde präsentieren zu können.
Die Preisträger in allen 14 Kategorien findet ihr hier: http://blog.derherralipius.com/2012/07/sonderpreis-abgreife-kann-starten.html