Donnerstag, 8. November 2012

Tag 295: Loslassen

Im Kloster lehren einen Kleinigkeiten, wie weit der geistliche Weg noch ist...
Es erstaunt und erschreckt mich immer wieder in unterschiedlichen Situationen, wie sehr ich mich darüber ärgern kann, wenn andere mir Gutes tun wollen. Egal, ob es darum geht meine gewaschene und gebügelte Wäsche selbst aus dem Wäscheraum zu holen, oder meinen Teller selbst der Mikrowelle zu entnehmen, wenn ich mir etwas aufwärme. Kommt mir jemand zurvor, so ärgere ich mich und fühle mich bevormundet, obwohl ich weiß, dass die Mitschwester in bester Absicht handelt. 
Man muss wirklich ein großes Stück Selbständigkeit aufgeben, wenn man ins Kloster geht. Andere entscheiden, wann man betet, was man isst und wo man arbeitet. Da fängt man scheinbar an sich an jedes noch so kleine Stück Selbständigkeit zu klammern. Ich muss lernen loszulassen. 
Meine Vorstellungen loslassen und wirklich offen werden für meine Mitmenschen, in denen Christus wohnt.

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